Das Projekt Seestern Nienhagen

Vor der Küste des kleinen mecklenburgischen Ostseebads Nienhagen – westlich von Warnemünde – ist in den vergangenen Jahren ein künstliches Riff gebaut worden. Es ist das erste dieser Art in Deutschland und wird vom Fischereifonds der EU, der Europäischen Union und dem Ministerium für Landwirtschaft in MV mit 8,5 Millionen Euro gefördert. Während der vergangenen Jahre sind 1.400 Betonteile, u.a. 220 Betonkegel und 720 Tetrapoden, versenkt worden, um 18.000 Quadratmeter Oberfläche für Algen, Muscheln und Wassertiere zu schaffen. Das Fischereiprojekt, mit dem nicht nur neue Nahrungsquellen für Fische ausgetestet werden sollen, sondern auch das Wanderverhalten von Fischen untersucht wird, läuft jedoch 2012 aus.

Danach würde das Projekt brach liegen. Während die Wissenschaftler auf der Seestation noch ganz auf eine Verlängerung des Projekts setzen, hat Uwe Friedrich schon eine Vision der zukünftigen Nutzung des schwimmenden Labors entworfen. Der Rostocker will in Nienhagen ein Tourismusmagnet entstehen lassen. Mit einer Seestation, die das Tauchen zum künstlichen Riff möglich macht. Einer Seilbahn, die Touristen von Nienhagen auf die Seestation bringt, einer unterhaltenden Ausstellung, einem Café und zu guter Letzt natürlich auch mit einem Hotel mitten auf dem Wasser.

Mit wenigen Mitstreitern hat Uwe Friedrich den Verein „Baltic Reef“ gegründet und zieht seit einigen Wochen mit ein paar Computeranimationen von möglichem Geldgeber zu möglichem Geldgeber. Unter anderem auch bis nach Katar, Kuwait und Australien. Ob er allerdings Erfolg haben wird mit seinen Plänen ist zu diesem Zeitpunkt noch völlig ungewiss. Wir werden es aber beobachten und hier weiter aktuell berichten.

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