Info über Gefahren für ein Riff

Was ist ein Riff?

Mit Riff bezeichnen Geologen und Biologen ganz allgemein eine feste Struktur unter der Meeresoberfläche. Am bekanntesten sind Korallenriffe, welche durch Steinkorallen entstehen. Das größte Korallenriff der Welt ist das Great Barrier Reef mit einer Fläche von ca. 260.000 Quadratkilometern im Nordwesten Australiens. Es gibt aber auch in der Nord- und Ostsee einige Riffe. Eines der artenreichsten liegt in der Ostsee in der Kadetrinne.
Vom Menschen erbaute künstliche Riffe findet man z.B. im Meer vor dem Ostseebad Nienhagen.
Riffe haben eine solche Größe, dass sie die physikalischen Eigenschaften ihrer Umgebung beeinflussen. Sie bilden ein eigenes Ökosystem in dem zahlreiche Tier und Pflanzenarten ihren Lebensraum finden.

Das Great-Barrier-Reef vor Australien
Das Great-Barrier-Reef vor Australien (Foto-Autor: Electric Images / Lizenz: BY)

Warum sind Riffe schützenswert?

Riffe fungieren als Wellenbrecher und schützen so den Uferbereich der Meere. Viele Buchten und Inseln würden schnell abgetragen werden, wenn die Riffe verschwänden. Das Korallenriff bietet den Rifforganismen, hauptsächlich Korallen und Algen einen Lebensraum. Für viele Fischarten bilden die Riffe Ruhe- und Aufzuchtzonen. Hier finden zahlreiche Fische ihre Nahrung.
Die Änderung lokaler, regionaler und globaler Umweltbedingungen kann frühzeitig am Zustand bzw. dem Sterben von Riffen gesehen werden.

Welche Gefahren gibt es für ein Riff?

Das Korallenriff ist vielfach bedroht. Sei es durch den Fischfang (Schleppnetze zerstören die Riffe), durch Wasserverschmutzung (ungeklärte Abwässer aus den Touristenregionen gelangen ins Meer) oder durch den Sandabbau am Meeresgrund. Von den Auswirkungen der Klimaerwärmung ganz zu schweigen. Schätzungsweise sind weltweit bereits 60 bis 70 Prozent der natürlichen Riffe nachhaltig geschädigt.

Ausblick

Es gibt vielfältige Bemühungen die Korallenriffe in aller Welt zu schützen. Z.B. werden Schiffswracks versenkt, in der Hoffnung, dass sich dort Korallen ansiedeln oder es wird versucht spezielle Algen- und Krebsarten anzusiedeln.
In der Ostsee gibt es ein Forschungsprojekt wo in zwölf Metern Tiefe ein künstliches Riff aus Beton geschaffen wurde. In kürzester Zeit haben sich hier, im Küstengebiet vor dem Ostseebad Nienhagen, alle in diesem Teil des Meeres vorkommenden Fischarten angesiedelt. Gefördert u.a. von der Europäischen Union wurden in Nienhagen ca. 8,5 Millionen Euro investiert. Die Erfolge sind vielversprechend und die Technologie könnte auch in anderen Teilen der Welt genutzt werden.

Foto-Autor: Electric Images / Lizenz: BY

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