Außer 3D nichts Neues

Schnuppertauchen am Riff Nienhagen
Schnuppertauchen am Riff Nienhagen

Nachdem es vor knapp drei Jahren jede Menge Wirbel um die Nachnutzung des Riff Nienhagen als eine Touristenattraktion mit dem Projekttitel „Seestern Nienhagen“ gegeben hat, ist es in der Zwischenzeit sehr, sehr ruhig geworden.

Am Strand von Nienhagen weist noch nichts daraufhin, dass die gelbe Forschungsstation einmal anders genutzt werden soll. Lediglich auf einem handgemalten Schild wird für Schnuppertauchen am Riff Nienhagen geworben. Und die Firma Pinkau Entertainment drehte im vergangenen Jahr Teile ihres 3D-Films „Blauer Ozean – Grüne Ostsee“ direkt am Riff Nienhagen für das Ostsee-Welten Kino in Warnemünde.

Selbst beim ideengebenden Verein „Baltic-Reef“, der den Seestern Nienhagen gerne entwickeln will, gibt es seit der Vorstellung der Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Riff Nienhagen zu einem Seestern Nienhagen vom Oktober 2011 keine relevanten News mehr zum Thema.

So langsam müssten sowohl der Verein, das Land MV als auch die Gemeinde Nienhagen ernsthafte Pläne für eine Nachnutzung der Forschungsplattform ausarbeiten. Dabei kann die Variante eines Seesterns Nienhagen nur eine von mehreren Ideen sein.

Wichtig ist dabei, dass das Örtchen Nienhagen dringend einer Attraktion bedarf. Zwar gibt es inzwischen eine große Menge an Urlaubsunterkünften, aber darüber hinaus ist der Hund in Nienhagen tief begraben. Bis auf 1-2 Restaurants und den Geisterwald sowie ein kleines SPA-Angebot im Ressort gibt es nicht viel zu tun. Als Urlauber möchte man vielleicht nicht nur am Strand liegen. Nienhagen könnte durch einen Seestern oder ähnlichem auch mehr Tagesgäste anziehen, die bei der Wiederbelebung der örtlichen Infrastruktur helfen könnten.

Das Forschungsprojekt jedenfalls endet am 31.10.2015. Da ist aus Sicht von Politik und Verwaltung nicht mehr viel Zeit. Bleibt nur zu hoffen, dass die Politiker und Menschen vor Ort diese Chance erkennen und rechtzeitig handeln. Ich bin gespannt, was sich tun wird und werde auf diesem Seestern-Blog weiter darüber berichten.

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